100 Jahre Schleizer Dreieck

13.08.2023

In einmaliger Umgebung startete das fünfte Event des BMW RR Cup auf dem Schleizer Dreieck. Zur Reihe der erfolgreichen Veranstaltungen im Jahr des 100-jährigen Bestehens der Strecke sollte ein weiterer sportlicher Höhepunkt hinzugefügt werden. Und, so viel sei vorausgeschickt, dieser Plan ging voll und ganz auf, Teilnehmer und Besucher wurden bestens unterhalten! Dabei zeigte sich das Dreieck wettertechnisch eher von der kratzbürstigen Seite, am Trainingsfreitag wechselten sich in schöner Regelmäßigkeit nasse und trockene Abschnitte. Für viele der Fahrer, von denen der Großteil noch nie in Schleiz gefahren, war das eine heftige Herausforderung. Schleiz muss man sich ja eh schon schön fahren und dann noch bei wechselnden Bedingungen…. Respekt an die Teilnehmer, die das ganze Wochenende inklusive der zahlreichen Rennen ohne größere Unfälle meisterten! Auch der Samstag zeigte sich durchwachsen und forderte volle Konzentration. Erst am Sonntag sollte sich das Wetter ändern und wenigstens die Hauptrennen unter (fast) perfekten Bedingungen stattfinden lassen. 

Der Mann des Wochenendes im BMW RR Cup hieß Thomas Heckel.

Der Franke aus Naila liebt die Strecke abgöttisch und lässt keine Gelegenheit aus, auf dem Schleizer Dreieck zu fahren. Seine dadurch vorhandene Streckenkenntnis wandelte er in den Zeittrainings dann auch 1:1 in eine Pole-Position um, satte 1,9 sec vor dem Trainings Zweiten Marko Nickel. In Reihe 1 ordnete sich Thomas Schüller als Dritter ein. Cup-Leader Andy Lorch stand hinter Andre Krüger und vor Erik Thomsen auf Platz 5. 

Im Rennen am Samstag zeigte Heckel die gleiche Dominanz, fuhr im Schnitt eine Sekunde schneller pro Runde als die Konkurrenz und gewann unangefochten. Thomas Schüller zog  gleich in der ersten Runde an Marko Nickel vorbei und fuhr den zweiten Platz sicher ein. Nickel hatte Andre Krüger unmittelbar im Gefolge, hielt sich aber auf Rang 3. Spektakulär gestaltete sich der Kampf um Platz 5 – Michael Baczynski gelang es in der letzten Runde, mit Erik Thomsen und Andy Lorch zwei der am schwersten zu überholenden Fahrer des Feldes mit einem Mal zu schnappen. 

Thomas Schüller steigt auf in die Pro Wertung

In der ADVANCED-Wertung war es zum letzten Mal Thomas Schüller, der die maximale Punktzahl erreichte. Es war sein drittes Podium der Gesamtwertung und so wird er ab diesem Zeitpunkt nur noch in selbiger gewertet. Platz 2 erreichte Sebastian Lorch, Dritter wurde Jörg Gerhard.

Das Hauptrennen am Sonntag gestaltete sich an der Spitze ähnlich dem Rennen vom Samstag. Heckel fuhr voraus und ließ den Abstand zu Thomas Schüller Runde für Runde wachsen. Der verwaltete auch eher den Vorsprung auf die Verfolgergruppe, in der sich Andy Lorch, Erik Thomsen, Marko Nickel und Andre Krüger einen fernsehreifen Kampf über die gesamten 13 Runden lieferten. Lorch behielt final die Nase vorn, Erik Thomsen wurde Vierter, Marko Nickel und Andre Krüger folgten. Nun ohne Schüller ging der Sieg in der ADVANCED an Sebastian Lorch, Kjell Kleymann erreichte Platz 2 vor Tim Widding, der damit sein erstes Podium der Saison feiern durfte.

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